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Vom 5.-19. November 2011 waren wir auf unserem mittlerweile fünften Einsatz im Comboni-Center in Sogakofe, Ghana. Es ist auch diesmal wieder gelungen, durch Tätigkeit in der Ambulanz und im stationären Bereich sowie durch Ultraschall- und EKG-Fortbildungen das Krankenhaus und insbesondere die einheimischen Kollegen erfolgreich zu unterstützen. Meine Frau konnte vor Allem durch Übersetzertätigkeit für italienische Kollegen vor Ort zum Gelingen des Einsatzes beitragen.

Das Grundmotto dieser Einsätze ist dabei immer: "Hilfe zur Selbsthilfe".

Organisiert wird der Einsatz von der gemeinnützigen Vereinigung GRVD (German Rotary Volunteer Doctors), die Ärzte in ausgewählte Krankenhäuser vorwiegend in Ghana und Nepal entsendet. Eine Mitgliedschaft im Rotary Club ist hierbei nicht Voraussetzung (wir zum Beispiel sind Nichtrotarier). Die Konzentration auf wenige Länder und Krankenhäuser entstand aus dem Gedanken, eine regelmäßige und nachhaltige Unterstützung zu gewährleisten.


Die Missionsstation wurde 1985 von dem Comboni-Pater Riccardo Novati gegründet buchstäblich aus dem Nichts heraus. Inzwischen verfügt die Station über die gesamten Grund- und weiterführenden Schulen, mehrere Berufsschulen, eine Radiostation und natürlich das Krankenhaus.
Das Krankenhaus hat insgesamt ca. 140 Betten (Innere, Chirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe und eine Kinderstation), dazu eine große Ambulanz mit 80-100 Patienten täglich. Das Krankenhaus verfügt über Basislabor, ein einfaches Röntgengerät, Ultraschallgeräte, sowie gut ausgestattete OP-Säle für Chirurgie und Augenheilkunde, außerdem eine Zahnstation.
Vor Ort sind lediglich 1-3(!) Ärzte, die ein sehr großes medizinisches Spektrum abdecken müssen über Malaria, internistische Erkrankungen, kleinere Operationen sowie die ganze Geburtshilfe. Unterstützt werden sie durch regelmäßig für einige Wochen tätige Fachärzte, überwiegend aus Italien und Deutschland.

Meine Tätigkeit umfasst dort insbesondere: Unterstützung und Absicherung der ambulanten und stationären Patienten, internistische Konsiliartätigkeit, Erfahrungsaustausch mit den einheimischen Kollegen, Unterricht in der Ultraschalltechnik und in der EKG-Beurteilung, OP-Vorbereitungen etc.
Meine Frau unterstützt das Krankenhaus durch verschiedene Aktivitäten, z.B. Assistenz der Ärzte, Mitarbeit in der Apotheke, Übersetzungen...

Wenn es in Afrika in der Gesundheitsversorgung an etwas fehlt, so sind das in erster Linie die Ärzte. Die wenigen Ärzte vor Ort sind sehr engagiert, können aber die vielen Aufgaben kaum erfüllen. Auch sind sie oft alleine gelassen und somit für die praktische Hilfe und den Erfahrungsaustausch sehr dankbar.
Die Menschen in Ghana sind sehr geduldig und leidensfähig und sie haben trotz einfachster Lebensbedingungen eine sehr frohe und positive Lebenseinstellung.

Wir möchten das Krankenhaus auch weiterhin durch regelmäßige Einsätze unterstützen und hoffen dabei auf das Verständnis unserer Patienten.

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